2018

Schachclub Fulda

9. Runde Landesklasse Nord

 

Ein verrücktes 4 : 4 !

 

 

SC Fulda II SC Langenbieber I

 

1. Kersting, Martin Beyer, Felix 1 : 0

 

2. Haase, Reinhard Pleyer, Christian 1/2 : 1/2

 

3. Fritz, Marius Knacker, Gerald 1 : 0

 

4. Frederkindt, Alexander Weber, Simon 0 : 1

 

5. Haßelbacher, Uwe Wagner, Thomas 1/2 : 1/2

 

6. Janusic, Josip Ulrich, Olaf 1 : 0

7. Maksimovic, Milos Weber, Alfred 0 : 1

8. Osmanaj, Rifat Weber, Paul 0 : 1

4 : 4

 

Recht entspannt konnten wir zur Schlussrunde in der Landesklasse Nord zu den Schachfreunden nach Langenbieber fahren, hatten wir doch "unsere Schäfchen schon im Trockenen", Auf- oder Abstieg waren in weiter Ferne. Ganz anders sah die Sache für unsere Gastgeber aus, bestand doch die Gefahr, dass sie noch auf einen Abstiegsplatz rutschen! Entsprechend motiviert gingen sie zur Sache und boten die komplette Mannschaft auf. Wir waren froh, mit acht Spielern antreten zu können (was in dieser Saison leider nicht immer der Fall war), zumal unsere 1. Mannschaft im zeitgleich in der Verbandsliga stattfindenden Kampf nur drei Stammspieler aufbieten konnte und reichlich Reservisten benötigte! Der Grund: Mira und Matthias Kierzek sowie Bernd Baum vertreten Deutschland bei der Europäischen Seniorenmannschaftsmeisterschaft in Polen erfolgreich. Wenn auch am Ende ein friedliches 4 : 4 gegen Langenbieber heraussprang, so war die Begegnung doch hart umkämpft und bot einige überraschende Ergebnisse. Zum Spielverlauf: Um 15.30 Uhr einigten sich Reinhard (Brett 2 mit Schwarz) und sein Gegner auf ein gerechtes Remis. Der Fuldaer hatte zwar den weißen Anzugsvorteil schnell kompensiert, nach einigem Materialabtausch bot die Stellung aber keinem mehr Gewinnperspektiven. Eine Stunde später folgte der zweite Friedensschluss von Uwe (Brett 5 mit Weiß, ganz sportlich mit dem Rad angereist!) und Thomas Wagner. Hier sah es zweitweise nach etwas mehr aus für Fulda, denn Uwe konnte im Mittelspiel einen Bauern gewinnen, sein Gegner hielt die Stellung aber durch aktives Gegenspiel. Um 17.35 Uhr brachte uns unser Toppscorer Marius (Brett 3 mit Weiß) in Führung. Sein Gegner hatte in der Eröffnung einen Bauern eingestellt, was letztlich entscheidend war, da Marius danach auch positionell deutlich besser stand, er verwertete seinen Vorteil sicher und erhöhte seine Bilanz in der Landesklasse auf 6,5 Punkte aus 7 Partien! Danach war es mit der Herrlichkeit auch erst einmal vorbei, denn Langenbieber schlug postwendend zweimal zurück. Rifat (Brett 8 mit Schwarz) hatte sich lange gut gehalten und die Partie in Remisbreite gehalten. Im Kampf von jeweils Dame und Turm überlistete ihn sein Gegner Paul Weber schließlich taktisch. Turbulent verlief die Partie von Milos (Brett 7 mit Weiß). Nach wieder mal sehr unkonventioneller Eröffnung hatte er im Mittelspiel eine Riesenstellung mit Freibauernpaar auf der sechsten Reihe und wir rechneten mit einem schnellen Sieg. Irgendwie gelang es dem Gegner Alfred Weber aber, größtmögliche Verwirrung zu stiften und den Spieß umzudrehen! Somit lag unser Gastgeber in Führung. Martin (Brett 1 mit Weiß) sorgte mit seinem Sieg gegen 18.15 Uhr wieder für den Ausgleich. Sein Gegner hatte im Mittelspiel eine Qualität eingestellt, was aber wie ein starkes Positionsopfer wirkte. Dem Fuldaer gelang es in Zeitnot, unter Verlust eines Bauern in ein Endspiel Turm gegen Läufer abzuwickeln, in dem der Turm zu stark war. Beim Stand von 3 : 3 spielten noch Alexander (Brett 4 mit Schwarz) und Josip (Brett 6 mit Schwarz). Alexander stand lange gut, Josip aus der Eröffnung heraus stets erbarmungswürdig! Doch auch hier verrückte Welt! Wunder geschahen bei Josip und seinem Gegner auf dem Brett, der Fuldaer musste von Anfang an klammern und sich verteidigen und landete - zur Überraschung aller - in einem gewonnenen Endspiel Springer gegen Läufer. Alexander hatte zu diesem Zeitpunkt zweimal ein Remis abgelehnt (ein mal wohl in besserer Stellung), spielte aber in der Folge das Läuferendspiel ungenau und verlor es wegen eines entfernten Freibauern sogar noch. Somit war weit nach der Zeitkontrolle der Endstand von 4 : 4 perfekt, was bei unserem Gastgeber Freude auslöste in Anbetracht des vermutlichen Klassenerhalts! So war es dann auch! Fulda landete nach einer durchwachsenen Saison auf Rang 4, Glückwunsch an den souveränen Aufsteiger aus Vellmar!

 

Martin Kersting

 

Landesklasse Nord

 

Runde 9

 

8. Runde Landesklasse Nord: Ein zu hoher Sieg!

 

 

SC Fulda II - SVG Lauterbach I 6 : 2

 

1. Kersting, Martin Andreas, Steffen 1/2 : 1/2

 

2. Scholz, Franz-Peter Krauß, Martin 1/2 : 1/2

 

3. Fritz, Marius Kurzawa, Dirk 1 : 0

 

4. Haßelbacher, Uwe Struth, Jürgen 1 : 0

 

5. Frederkindt, Alexander Mil, Gennady 1 : 0

 

6. Janusic, Josip Hardt, Armin 1/2 : 1/2

7. Maksimovic, Milos Praetz, Friedrich 1 : 0

8. Osmanaj, Rifat Müller, Michael 1/2 : 1/2

Zu einem zu hohen, wenn auch letztlich verdienten Sieg kam unsere 2. Mannschaft in der 8. Runde. Wir empfingen die Schachfreunde aus Lauterbach, die im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt gebrauchen können. Beide Teams traten krankheitsbedingt nicht in Bestbesetzung an. Der Kampf war lange offen, ehe er sich zu unseren Gunsten neigte. Um 15.20 Uhr gab es das erste Ergebnis, Reservist Rifat (Brett 8 mit Weiß) und sein Gegner einigten sich auf ein gerechtes Remis, nach einem Generalabtausch hatten beide ein völlig ausgeglichenes Springerendspiel auf dem Brett. Fünf Minuten später steuerten Franz-Peter (Brett 2 mit Weiß) und Martin Krauß das gleiche Ergebnis bei. Der Lauterbacher Mannschaftsführer hatte zwar die Initiative übernommen, die Partie war aber noch in Remisbreite. Um 16.45 Uhr folgte ein weiterer Friedensschluss am Spitzenbrett zwischen Martin (Schwarz) und Steffen Andreas. Hier stand der Fuldaer leicht besser und aktiver mit seinem Läuferpaar. Der Gegner verbarrikadierte sich jedoch erfolgreich, seine Stellung war nicht zu knacken. Etwa zeitgleich fuhr Alexander (Brett 5 mit Schwarz) den ersten Sieg für Fulda ein. Durch einen Minoritätsangriff am Damenflügel hatte er ein Turmendspiel mit Mehrbauern erreicht, das er sicher gewann. Bald darauf baute unser Topscorer Marius (Brett 3 mit Schwarz) den Vorsprung aus. Er spielte zum wiederholten Mal gegen Dirk Kurzawa, glich schnell aus und gewann schließlich im Endspiel einen Bauern, den er technisch sauber verwertete. Somit stand es 3,5 : 1,5 für Fulda. Die beiden Partien von Josip (Brett 6 mit Weiß) und Milos (Brett 7 mit Schwarz) machten uns einige Sorgen, während Uwe (Brett 4 mit Weiß) aus der Eröffnung heraus gut stand und ein Endspiel Läufer gegen Springer mit weit entferntem Mehrbauern hatte. Uwe sicherte schließlich durch seinen Sieg den Mannschaftserfolg. Erstaunliches geschah dann bei Milos. Sein Gegner hatte lange Zeit im Endspiel von jeweils Turm und zwei Springer einen gesunden Mehrbauern, wickelte aber unglücklich ab, verlor nicht nur seinen Mehrbauern, sondern gleich noch einen weiteren Bauern, sodass der Fuldaer mit dem Glück des Tüchtigen das Endspiel sogar noch gewann! Da passte es ins Bild, dass auch Josip seine Partie nicht verlor. Er hatte bereits in der Eröffnung durch eine taktische Wendung einen Bauern verloren und musste mit seinem König auf die Wanderschaft. Er konnte sich aber schließlich nach zäher Verteidigung in ein Damenendspiel mit einem Bauern weniger und einem Dauerschach retten. Somit stand ein im Ergebnis zu hoher Sieg von 6 : 2 Punkten fest.

 

Martin Kersting

 

Landesklasse Nord

 

Runde 8

 

 

Auftakt des Viererpokals - Knapper Sieg gegen Lauterbach

 

Am 4. März 2018 fand im Fuldaer Kolpinghaus der Bezirkstag statt. Anschließend trafen sich zehn Mannschaften, um die 1. und - soweit möglich - auch schon die 2. Runde des Viererpokals zu spielen.

 

Fulda hatte Losglück und konnte gleich in der 2. Runde starten. Hier trafen wir auf die Schachfreunde aus Lauterbach, die wir eine Woche später zur 8. Runde der Landesklasse Nord erneut zu Gast und als Gegner haben werden. Beide Vereine traten nicht in Bestbesetzung an und so entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe! Als erster musste unser Jugendspieler Altan (Brett 4 mit Schwarz) die Segel streichen. Sein erfahrener Gegner war schlichtweg stärker. Knapp zwei Stunden später steuerte Milos (Brett 3 mit Weiß) ein Remis bei, das entstandene Turmendspiel war auch völlig ausgeglichen und bot keiner Seite mehr Siegchancen. Milos war mit dem Ergebnis gut bedient, denn zwischenzeitlich stand er wohl auf Verlust. Martin (Brett 2 mit Weiß) konnte wenige Minuten später wieder den Ausgleich herstellen. Er stand in der scharfen Eröffnung zwar zunächst leicht schlechter, konnte aber später die Initiative und nach einem Qualitätsopfer die Partie gewinnen. Somit kam es auf die Partie von Rolf (Brett 1 mit Schwarz) an. Dieser hatte ein Damenendspiel mit einem weit vorgedrungenen Freibauern auf der a-Linie auf dem Brett, der ihm mindestens das Remis sicherte, was ein 2 : 2 und ein Weiterkommen nach Berliner Wertung bedeutet hätte.

Rolfs Gegner gab aber nach langem Kampf ein Zwischenschach, wonach die Partie für Rolf sofort gewonnen war. Ein Computerprogramm stellte später fest, dass Rolf auch ohne diesen Fehler auf Gewinn stand. Allerdings hätte man die Siegfortsetzung am Brett erst einmal finden müssen! In der nächsten Runde treffen wir auf Burghaun, das überraschend Alsfeld aus dem Turnier geworfen hat.

 

SC Fulda - SVG Lauterbach

 

Huss, Rolf Klein, Andreas 1 : 0

Kersting, Martin Andreas, Steffen 1 : 0

Maksimovic, Milos Praetz, Friedrich 1/2 : 1/2

Musacali, Altan Struth, Jürgen 0 : 1

 

Martin Kersting

 

Ergebnisse

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